Kritische Fragen und Bedenken zur gewerblichen Entwicklung am Flugplatz Gütersloh

Albrecht Pförtner, Stefan Volmering und Sabine Amsbeck-Dopheide stellen sich den Fragen der Bürger und Bürgerinnen.

Gestern Abend, den 27. Februar, haben Albrecht Pförtner, Geschäftsführer der Gewerbepark Flugplatz Gütersloh GmbH, und unsere Bürgermeisterin Sabine Amsbeck-Dopheide alle interessierten Bürger und Bürgerinnen zu einem Informationsabend ins Bürgerhaus Marienfeld eingeladen, um über die Entwicklungen auf dem ehemaligen Flugplatz zu informieren. Es hat bereits eine ähnliche Verantstaltung in Herzebrock gegeben und ein weiterer Informationsabend ist in Gütersloh geplant. Über 170 Personen folgten der Einladung und zeigten das große Interesse an dem Thema.

Nach einer kurzen Begrüßung erläuterte Sabine Amsbeck-Dopheide, wie wichtig ein Gewerbegebiet für Unternehmen aus Harsewinkel und dem Kreis Gütersloh ist. Da es zurzeit keine Kapazität für heimische Unternehmen gebe, komme es dazu, dass lokale Unternehmen wie z.B. das Bauunternehmen Fechtelkord & Eggersmann den Standort Harsewinkel verlassen, um genügend Platz für ihre wachsende Produktion zu haben. Sie betonte dabei, dass bei der Planung nicht nur aufgrund von gesetzlichen Bestimmung viel Wert auf den Anliegerschutz gelegt werde.

Albrecht Pförtner stellte in einem kurzen Vortrag die Gewerbepark Flugplatz Gütersloh GmbH sowie den aktuellen Stand der Dinge vor. Das Unternehmen, das ein interkommunales Industriegebiet errichten möchte, hat insgesamt drei Gesellschafter: die Stadt Gütersloh mit 70%, die Stadt Harsewinkel mit 20% und Herzebrock Clarholz mit den restlichen 10%. Dieser Zusammenschluss beruht auf jeweiligen Ratsbeschlüssen in allen drei Kommunen. “Wir müssen Angebotsfläche schaffen”, damit der Kreis Gütersloh zukunftsfähig bleibt, so Pförtner.

Gleichzeitig wies er mehrfach darauf hin, dass die Gewerbepark Flugplatz Gütersloh GmbH derzeit noch nicht Eigentümerin des Geländes sei. Momentan befindet sich das Gebiet rund um den ehemaligen Flugplatz noch in Besitz der BImA (Bundesanstalt für Immobilienaufgaben). Die Verhandlungen zum Kauf seien bereits seit einiger Zeit im Gange, gestalten sich allerdings laut Pförtner nicht ganz einfach. Daher könne er leider zu gewissen Details zurzeit noch keine Auskunft geben.

Den längsten Teil der Veranstaltung nahm die knapp einstündige Diskussion ein, bei der neben Frau Sabine Amsbeck-Dopheide und Herrn Albrecht Pförtner auch noch Stefan Volmering, stellv. Leiter des Fachbereichs Steuerung/Interne Dienste der Stadt Harsewinkel, Reinhard Pawel, Leiter des Fachbereichs Bauen/Städtische Betriebe der Stadt Harsewinkel, und Alexander Göbbels, Stadt- und Verkehrsplaner aus Aachen, Fragen zu den Themen Mobilität und Verkehr, Gewerbe und Industrie sowie Freiraum und Natur beantworteten. Dabei wurde klar, dass nicht alle sind mit der Entwicklung auf dem Flugplatzgelände einverstanden sind. Einige Anwohner äußerten große Bedenken und stellten kritische Fragen zum Lärmaufkommen eines Industriegebiets, zu den Auswirkungen der bestehenden Altlasten auf die Umwelt und auf die Bürger und Bürgerinnen, sowie zum zukünftigen Verkehrsaufkommen an der B513.

Albrecht Pförtner erklärte daraufhin im Gespräch beispielsweise, dass die Altlasten genaustens untersucht würden und man die Ergebnisse online einsehen könne, dass ein Großteil der Gebäude abgerissen werden soll, da es keine Verwendung für Wohngebäude gäbe und die Kombination aus Kälte und Nässe den leerstehenden Gebäuden zugesetzt habe, und dass der größte Teil des Geländes grün bleiben würde, da es Nationales Naturerbe ist.

Bürgermeisterin Sabine Amsbeck-Dopheide betonte zum Ende der Diskussion, wie wichtig ihr und den anderen Gesprächspartner der transparente Umgang mit Informationen sei. Sie wisse, dass eine hundertprozentige Zustimmung der Bevölkerung zu den Plänen nicht möglich sei, es solle dabei aber nicht am Informationsmangel liegen. Daher werde es in Zukunft auch weitere Informationsveranstaltungen geben. Zudem könne man viele Untersuchungsergebnisse online einsehen oder die Kommunen oder Herrn Pförtner direkt kontaktieren.

Nähere Informationen zum Flugplatzgelände findet ihr z.B. auf der Seite der Stadt Gütersloh.

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